Digitaler Austausch

Vorteile für Patienten und Ärzte

Von Jürgen Ackermann · 2021

Seit dem 1. Januar 2021 ist sie da: die elektronische Patientenakte. Ob Röntgenbilder oder Blutwerte, eingenommene Medikamente oder Vorerkrankungen – sie bündelt Patienteninfos digital und speichert sie zentral. Ärztinnen und Ärzte erhalten mithilfe dieses Tools einen umfassenderen Blick auf ihre jeweiligen Patienten und können ihnen besser helfen.

Abbildung, wo man ein Stetoskop sowie einen aufgeklappten Laptop erkennen kann.
Foto: iStock/ Everyday better to do everything you love

Zunächst gibt es die elektronische Patientenakte (ePa), die die Krankenkassen über eine App zur Verfügung stellen, allerdings nur für gesetzlich Versicherte und das auch nur in einem Testversuch mit rund 200 Praxen in Berlin und Westfalen-Lippe. Ab dem 1. Juli 2021 haben dann alle gesetzlich Versicherten in Deutschland die Möglichkeit, die ePa zu nutzen. Privat Versicherte müssen sich dagegen noch bis zum 1. Januar 2022 gedulden. Wichtig für die Versicherten: Die Nutzung der ePa ist freiwillig. Zudem können nur Ärzte und andere Heilberufler darauf zugreifen, denen der Versicherte zuvor eine Zugriffsberechtigung erteilt haben. 

Alle wichtigen Infos können gespeichert werden

Die Vorteile dieses digitalen Gesundheitsmanagement-Systems sind vielfältig. Zunächst legt der Patient in seiner ePa selbst bereits vorhandene Gesundheitsinformationen ab. Zudem kann er neue Dokumente auch von den behandelnden Ärzten einstellen lassen. Prinzipiell können alle wichtigen Informationen rund um die eigene Gesundheit papierlos gebündelt werden. Durch die ePa wird etwa der digitale Austausch von Dokumenten zwischen Arztpraxen, Apotheken, Kliniken und den Patienten erleichtert. Sie ermöglicht es den Patienten und den behandelnden Ärzten und Krankenhäusern, einen besseren Überblick über die jeweilige Krankengeschichte, Befunde, Diagnosen, Laborwerte und Röntgenbilder oder Operations- und Therapieberichte zu erhalten. In der Folge kann die Koordination der Behandlung vereinfacht und verbessert werden, da Unterlagen vorhanden sind und nicht erst angefordert werden müssen. Unnötige Doppeluntersuchungen entfallen. Im Notfall liegen alle wichtigen Informationen gesammelt und schnell vor. Dazu gehören auch Reports über Allergien, Unverträglichkeiten oder regelmäßig eingenommene Medikamente. Übrigens: Für ePa-Anwender ist es auch einfacher, ärztliche Zweitmeinungen einzuholen, da die ärztlichen Unterlagen in der elektronischen Akte gespeichert sind.

Der digitale Austausch verläuft verschlüsselt

Es bleibt die Frage nach der Sicherheit der Daten: Die Macher der ePa versichern, dass auch hier 
alles im „grünen Bereich" ist. Der Datenaustausch zwischen der digitalen Patientenakte und externen Stellen wie Ärzten oder Apothekern verläuft auf dem gesamten Datenübertragungsweg verschlüsselt. Bei der sogenannten End-to-End-Verschlüsselung sind die Informationen nur auf den Geräten der beteiligten Nutzer lesbar. Der Versuch, Daten während einer Übertragung abzufangen, hätte keinen Erfolg. Sie würden sich nicht lesen und verarbeiten lassen.

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